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Allgemeine Hinweise zur Anwendung eines Lichttherapiegerätes


Anwendung Lichttherapiegerät

Abhängig von Anwendungsgebiet und den individuellen Gegebenheiten kann die Anwendung der Lichttherapie sehr verschieden sein. Insbesondere der Zeitpunkt und die Dauer wird sich unterscheiden, je nachdem ob beispielsweise eine leichte Winterdepression oder eine Schlafstörung behandelt werden soll.

Sofern hier nicht exemplarisch aufgeführt, sind weitere Hinweise in den Artikeln der verschiedenen Anwendungsgebiete zu finden. Wenn Sie unsicher sind, ziehen Sie bitte in jedem Falle einen Arzt zu Rate.

Lichttherapiegeräte im übersichtlichen Vergleich finden Sie unter Lichttherapiegeräte im Vergleich.

Lichtstärke und Dauer der Behandlung sind entscheidende Erfolgsfaktoren
Im menschlichen Auge gibt es neben den für das Sehen verantwortlichen Zäpfchen und Stäbchen eine zweite Art von Photorezeptoren die so genannten retinalen Ganglienzellen. Diese sind nach neuen Forschungsergebnissen dafür verantwortlich, unsere Inneren Uhr mit der aktuellen Tageszeit abzugleichen. Auch die Wirkung der Lichttherapie entfaltet über diesen Kanal Ihre Wirkung. Demnach muss eine effektive Lichttherapie genau hierauf abgestimmt sein.
Die Raktionsgeschwindigkeit dieses Systems ist deutlich langsamer als das unseres visuellen Systems. Noch so starke kurze Lichtblitze vermögen es nicht, eine entsprechende Wirkung zu zeigen. Erst eine Lichtexposition von mehreren Minuten Dauer hat überhaupt einen Einfluss.
Dabei ist wichtig zu beachten, dass unterhalb von etwa 2000 Lux eine wirkungsvolle Lichttherapie kaum möglich ist.

Beispielhaft für die Anwendung bei Winterdepression sei nachstehend die Behandlungsdauer für übliche Lichtstärken genannt:

  • 2.500 Lux – 2 Stunden
  • 5.000 Lux – 1 Stunde
  • 10.000 Lux – 30 Minuten

Nicht zu jeder Tageszeit ist die Lichttherapie gleich wirksam
Nicht nur die Zeitdauer, auch der Zeitpunkt der Lichttherapie hat entscheidenden Einfluss auf den Erfolg. Kein anderer Faktor ist jedoch für die unterschiedlichen Anwendungsfälle so verschieden. Schlafstörungen bedürfen eine abendlichen Sitzung vor dem Lichttherapiegerät, die dann nicht unbedingt täglich wiederholt werden muss. Bei Winterdepression hingegen gilt: je früher desto besser. Die Erfolgsquote ist bei morgendlicher Anwendung fast doppelt so groß wie bei abendlichen Sitzungen. Auch Mittags ist eine Lichttherapie nur unwesentlich erfolgversprechender als Abends. Das liegt auch daran, dass das Lichtspektrum der Lichttherapiegeräte dem Tageslichtspektrum der Morgenstunden sehr ähnlich ist – insbesondere der hohe Anteil an blauem Licht ist typisch für diese Zeit. Morgens ist daher der „natürlichste“ Zeitpunkt. Zudem hilft die morgendliche Anwendung, unsere innere Uhr auf unseren Tagesablauf einzutakten.