You are hereSchlafstörungen erfolgreich mit Lichttherapie behandeln

Schlafstörungen erfolgreich mit Lichttherapie behandeln


Schlaflosigkeit - Lichttherapie kann helfen

Viele Menschen leiden unter gelegentlichen Einschlaf- oder Durchschlafproblemen oder starker Müdigkeit während des Tages, die von unruhigem Schlaf herrühren. Erst wenn solche Probleme über mehr als drei Wochen auftreten, spricht man von einer wirklichen Schlafstörung.

Das resultierende Schlafdefizit führt zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, verminderter Leistungsfähigkeit und auch körperlichen Beschwerden.

Insomnie bezeichnet Schlafstörungen wie Einschlaf- und Durchschlafstörung

Bei der Schlafstörung müssen vor allem die Einschlafstörung und die Durchschlafstörung unterschieden werden. Beide werden unter dem Begriff Insomnie zusammengefasst.
Eine Einschlafstörung liegt vor, wenn bis zum Einschlafen regelmäßig mehr als 30 Minuten vergehen. Von einer Durchschlafstörung spricht man, wenn mindestens 4 mal pro Woche nach einem nächtlichen Aufwachen mehr als 30 Minuten zum erneuten Einschlafen benötigt werden. Dies gilt übrigens nicht, wenn der Betroffene zum Zeitpunkt des Aufwachens bereits mehr als sechs Stunden geschlafen hat. Die wichtigsten Ursachen für Ein- und Durchschlafstörungen sind:

  • Verschiebung der individuellen Schlafphase durch Schichtarbeit oder Jetlag
  • Äußere Störungen wie Lärm oder zu helles Licht
  • Psychische, oft temporäre Gründe wie Ärger und Stress
  • Psychiatrische Gründe wie Depressionen, Manie oder Demenz
  • Konsum von Nikotin, Koffein oder Alkohol
  • Nebenwirkungen schlafstörender Medikamenten (z. B. zur Appetitreduktion)

Auch eine zu lange Schlafdauer kann zu Schlafstörungen führen, wenn der Betroffene aufgrund fehlender Müdigkeit einen leichten Schlaf entwickelt oder häufig Aufgewacht.

Hypersomnie bezeichnet starke Müdigkeit und starke Einschlafneigung

Unter Hypersomnie ("übermäßiger Schlaf") versteht man Schlafstörungen, die tagsüber zu starker Müdigkeit und Einschlafneigung führen. Ungefähr 40.000 Menschen leiden alleine in Deutschland unter Hypersomnie. Diese Art der Schlafstörung kann in folgende Gruppen geteilt werden:

  • Schlaf-Apnoe-Syndrom: wiederholt kurze Phasen nächtlichen Atemstillstands
  • Narkolepsie: sogenannte Schlafkrankheit, die teilweise zum Schlafzwang führt
  • Myoklonus: nächtliche Muskelzuckungen
  • Ruhelose-Bein-Syndrom (Restless-legs-Syndrom)
  • Störungen des Schlaf- Wach-Rhythmus bzw. der circadianen Rhythmik
  • Parasomnien: z. B. Schlafwandeln (Somnambulismus), nächtliches Aufschrecken (Pavor nocturnus), Angstträume, Einnässen (Enuresis nocturna) sowie Zähneknirschen (Bruxismus)

Jeder vierte tödliche Autounfall durch Übermüdung

Die Folgen von Schlafstörungen sind gravierender als zunächst offensichtlich. Jeder vierte Auto- und Berufsunfall hat seine Ursache in Übermüdung der Unfallbeteiligten. Konzentration und Leistungsfähigkeit nehmen bei Schlafmangel ab und erschweren produktives Arbeiten. Schon nach 48 Stunden ohne Schlaf ist der Mensch überraschend stark in seiner Handlungs- und Urteilsfähigkeit beschränkt. Studien mit amerikanischen Soldaten, eigentlich unregelmäßigen Schlaf gewohnt, haben dies eindrucksvoll gezeigt. Die Probanden könnten einfachste Rechenaufgaben nicht mehr lösen, waren nicht in der Lage, simple Koordinationsaufgaben zu bewältigen. Und Probanden waren durchtrainierte Männer im besten Alter.

Ein erfolgreiches Mitttel gegen Schlafstörungen ist die Lichttherapie

Insbesondere wenn Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus vorliegen, ist die Lichttherapie ein effektives, nebenwirkungsarmes und unkompliziertes Mittel, um diese Schlafstörungen zu lindern. Zu definierten Tageszeiten kommen spezielle Lichttherapiegeräte mit Lichtstärken von 2.500 bis 10.000 Lux zur Anwendung. Zum Vergleich: eine normale Bürobeleuchtung bringt es häufig auf nicht mehr als 250 Lux. Lesen Sie hier weiter für weitere allgemeine Details zur Anwendung der Lichttherapie.
Die hohen Lichtstärken beeinflussen als natürlicher Zeitgeber den Hormonhaushalt des Körpers und damit die innere Uhr, den circadianen Rhythmus. Gezielt wird dieser Rhythmus vor- oder nachgestellt.

Frühes Einschlafen - abendliche Lichttherapie

Schläft der Betroffene früh ein und wacht früh auf, so muss der circadiane Rhythmus nach hinten verschoben werden. Dazu wird eine abendliche Lichttherapie (z.B. gegen 17 Uhr) mit einer halben Stunde dauer empfohlen. Der Körper spürt noch einmal hellen Tag und schiebt das Schlafbedürfnis nach hinten.

Spätes Einschlafen - morgendliche Lichttherapie

Schläft der Betroffene spät ein und wacht spät auf, so muss die innere Uhr vorgestellt werden. Dazu wird eine morgendliche Lichttherapie-Sitzung direkt nach dem Aufstehen empfohlen. Die etwa halbstündige Sitzung sollte dann nach und nach weiter vorgezogen werden. Als Faustregel gelten 15 Minuten Vorverlegung der Lichttherapie alle drei Tage.
Ist die normale Aufwachzeit beispielsweise 11:00 Uhr, so kann die Lichttherapie am 4. Tag schon um 10:45 Uhr beginnen.

Bereits nach einer Woche stellt sich bei bis zu 80 Prozent der Lichttherapie-Patienten eine Verbesserung ein. Zudem hilft eine Lichttherapie, das Energie- und Leistungsniveau zu steigern. Das Wohlbefinden wird wesentlich verbessert.


Quellen:
-http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/192799.html

Free Tagging (Freies Zuweisen von Kategorien)